Mit zunehmendem Alter verhärtet sich die Linse, das Fokussiersystem unserer Augen, und verliert an Elastizität. Dadurch nimmt ihre Anpassungsfähigkeit allmählich ab, was zu einem normalen physiologischen Phänomen führt: der Alterssichtigkeit (Presbyopie). Wenn der Nahpunkt mehr als 30 Zentimeter beträgt und Objekte innerhalb von 30 Zentimetern nicht mehr scharf gesehen werden können, sodass man weiter weg zoomen muss, um scharf zu sehen, sollte man das Tragen einer Brille gegen Alterssichtigkeit in Erwägung ziehen.
Diesmal geht es um Gleitsichtbrillen bei Alterssichtigkeit. Mit zunehmendem Alter wird das Sehen besonders anstrengend, da das menschliche Auge beim Blick in die Ferne entspannt ist, während beim Blick in die Nähe eine hohe Fokussierung erforderlich ist. Die Korrekturkraft der altersbedingten Sehschwäche lässt jedoch nach, und die Nahsicht wird nicht ausreichend scharfgestellt, was die Augen zusätzlich belastet. Häufige Symptome sind Augenschmerzen, verschwommenes Sehen und Kopfschmerzen.
Das Prinzip der Gleitsichtgläser
Das Konstruktionsprinzip von Gleitsichtgläsern besteht darin, zahlreiche, stufenlos überlappende Brennpunkte für Ferne, Zwischenbereich und Nähe auf einem einzigen Glas zu erzeugen. Im Allgemeinen ist der obere Teil des Glases für die Fernsicht, der untere für die Nahsicht zuständig, und der mittlere Teil bildet einen Verlaufsbereich, in dem die Brechkraft allmählich zunimmt. Der Nahbereich der meisten Gleitsichtgläser liegt 10–16 mm unterhalb des Fernbereichs und 2–2,5 mm nasal davon. Zu beachten ist, dass sich beidseits des Verlaufs Bereiche mit Abbildungsfehlern befinden. Bewegt sich der Blick in diesen Bereich, wird das Objekt verzerrt dargestellt, was das Sehen erschwert und unangenehm macht.
Wie man Gleitsichtgläser verwendet
Gleitsichtgläser erhöhen die Sehstärke stufenlos von oben nach unten und bieten drei diskrete Sehbereiche für Fern-, Zwischen- und Nahsicht, sodass Sie in unterschiedlichen Entfernungen scharf sehen. Beim ersten Tragen einer Gleitsichtbrille kann das Sichtfeld auf beiden Seiten der Gläser verzerrt sein. Auch eine veränderte oder verschobene Position der Brille kann zu Beschwerden und verschwommenem Sehen führen. Gewöhnen Sie sich daher langsam an die Brille, indem Sie zunächst in Ruhe, dann in Bewegung, zuerst drinnen und dann draußen üben.
01. Teleobjektivbereich
Beim Autofahren oder Schauen sollten Sie Ihr Kinn leicht nach innen neigen, Ihren Kopf waagerecht halten und durch die Mitte des Objektivs etwas höher blicken.
02. Mittlerer Linsenbereich
Beim Autofahren oder Schauen sollten Sie Ihr Kinn leicht nach innen neigen, Ihren Kopf waagerecht halten und durch die Mitte des Objektivs etwas höher blicken. Sie können Ihren Hals leicht auf und ab bewegen, bis das Bild scharf ist.
03. Nahaufnahmebereich
Wenn Sie ein Buch oder eine Zeitung lesen, legen Sie es/sie direkt vor sich, strecken Sie Ihr Kinn leicht nach vorn und richten Sie Ihren Blick nach unten auf den entsprechenden Spiegelbereich.
04. Unscharfer Spiegelbereich
Auf beiden Seiten der Linse gibt es Bereiche, in denen sich die Helligkeit ändert, und das Sichtfeld ist unscharf. Das ist normal.
05. Vorschläge:
Beim Treppensteigen: Senken Sie den Kopf leicht und schauen Sie nach unten, und richten Sie Ihren Blick vom Nahbereich des Spiegels auf den mittleren oder Fernbereich des Spiegels aus.
Tägliches Gehen: Wenn es Ihnen schwerfällt, sich zu konzentrieren, versuchen Sie, einen Meter vorauszuschauen, um den Fokus anzupassen. Bitte senken Sie Ihren Kopf leicht, wenn Sie in die Nähe schauen.
Autofahren oder Bedienen von Maschinen: Wenn Sie während der Bedienung von Maschinen aus der Ferne in die Nähe, zur Seite oder aus verschiedenen Winkeln schauen müssen, tun Sie dies bitte erst, nachdem Sie sich vollständig an Gleitsichtgläser gewöhnt haben.
Veröffentlichungsdatum: 01.12.2023




